Was hat die Kuh Clarissa mit dem Jaguar Jimmy zu tun?
Mit dieser Eingangsfrage wurden unsere Drittklässler konfrontiert, als Lena Schoemaker vom Arbeitskreis Eine Welt e.V. das Projekt „Jimmy sieht rot“ an unserer Schule erprobungsweise eröffnete.
Zunächst konnten die Kinder ihr Vorwissen zu den Themen Wetter und Klima einbringen, indem sie sich zu einigen Aussagen positionierten.
Im anschließenden Einstieg in das Thema Klimawandel wurden durch spielerische Aktivitäten wie die „Klimazonenreise“ und das „CO₂-Fangen“ grundlegende Kenntnisse über die Entstehung und Herausforderungen des Klimawandels vermittelt.
Hierzu stellte zunächst ein Kind unsere Atmosphäre vor ca. 70 Jahren dar. Die anderen Kinder stellten die Sonnenstrahlen dar. Sie strahlten von der Sonne auf die Erde und von dort wieder zurück.
Auf ihrem Weg zurück ins All wurden sie jedoch von dem Kind in der Mitte eingefangen und wurden wiederum zur Ozonschicht. Im Laufe des Spiels wurde den Kindern somit deutlich, dass mit der Verdichtung der Ozonschicht durch CO2 immer mehr Sonnenstrahlen auf der Erde bleiben, nicht mehr zurück ins All gelangen und es somit bei uns immer wärmer wird.
Anschließend wurden nochmal die Ursachen für den CO2 Anstieg erörtert und in Gruppenarbeiten vertieft.
Im zweiten Teil des Workshops war das zentrale Element das Mystery „Kuh frisst Jaguar“. In Kleingruppen setzen sich die Kinder als Lebensmitteldetektive mit dem Zusammenhang zwischen Lebensmittelproduktion und CO²-Ausstoß, Futtermittelproduktion, Fleischkonsum, Regenwaldabholzung und Klimawandel auseinander.
Im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse aus den Detektivgruppen fand eine gemeinsame Reflexion statt, bei der philosophische Fragen wie „Warum kann eine Kuh einen Jaguar fressen?“, „Ist es gerecht, wenn für uns anderswo Flächen genutzt werden?“, „Können alle so leben wie wir?“ und „Ist es nötig, dass alle so leben?“ diskutiert wurden.
Text: Nuray Kemper




















